Hintergrund

Übergangsrituale und Initiation

Das Alte stirbt,

das Neue

wird geboren.

Die Visionssuche gehört zu den wildnis – basierten Fastenriten, wie sie in zahlreichen Kulturen beschrieben werden. Ein ritueller Rückzug in die Natur, der mit Entbehrung und Fasten einher ging. Auf diese Weise wurde ein Übergang im Leben der Menschen markiert –  bezeugt und bestätigt durch die Gemeinschaft. Die zugrunde liegende Absicht, ist die Beendigung einer alten Lebensphase und das bewusste Eintreten in einen neuen Lebensabschnitt.

Märchen und Mythen
HöhleIm europäischen Kulturraum erinnern vor allem  Märchen an die Tradtion von Übergangsritualen. Die Reise der Helden und Heldinnen beinhaltet die drei traditionellen Phasen einer Initiation von Trennung – Schwellenzeit – Rückkehr.

Sie verlassen den Ort der Heimat, ziehen aus ins Ungewisse, oft mit einem dunklen Wald assoziiert, den sie durchwandern. Der Weg birgt Gefahren, die es zu meistern gilt.  Tiefer und tiefer zieht es sie in die Wildnis, in das unbekannte Land der Seele hinein.

Am Urgrund werden sie mit einer scheinbar unlösbaren Prüfung konfrontiert. Es sind die inneren Dämonen, die dort lauern. Sich  ihnen mit Herz zu stellen, initiiert die Wandlung. Das bisherige Selbstbild, fängt an zu bröckeln. Das Ego stirbt einen symbolischen Tod.

Die Helden und Heldinnen tauchen aus dem dunklen Wald wieder auf. Innerlich gereift kehren sie von ihrer Unterweltreise zurück. Sie haben einen Schatz geborgen – die Bewusstheit ihrer  ureigenen Kraft auf physischer, psychischer, geistiger und spiritueller Ebene.

Einen Schatz, den sie in die Gemeinschaft einbringen, mit dem sie ihren Platz im Leben einnehmen.

In unserer Kultur
Alte PfadeDie Spuren dieser initiatorischen Reise zum Selbst lassen sich in Mythen, Märchen, sowie den Lehr- und Wanderjahren einiger  Zünfte aufspüren.  Jedoch weist unsere moderne Kultur einen erheblichen Mangel an gemeinschaftlich begleiteten Prozessen der Transformation eines Individuums auf.

Meist stehen wir allein da mit einem Gefühl der Leere, des Nicht Wissens, fühlen uns unzulänglich und sind unzufrieden. Oder wir machen einfach weiter, tun so als sei alles beim Alten. Doch mit der Zeit wird der innere Ruf, die Sehnsucht nach etwas Grösserem deutlicher.

Meredith Little und Steven Foster haben in jahrzehntelanger Forschung eine auf unsere Kultur zugeschnittene Form der Visionssuche entwickelt. Unsere Visionssuchen berufen sich auf ihre Tradition der „School of Lost Borders“ , USA.

Die Visionssuche bietet einen geschützten Rahmen, sich dem persönlichen Wandlungsprozess hinzugeben.

Im Kreis der Gemeinschaft –  im Spiegel der Natur.